Die Prozesskette dient dazu, fachliche Arbeitsschritte strukturiert zu planen, auszuführen und zu überwachen.
Sie unterstützt Endanwender dabei, Aufgaben transparent zu koordinieren, Termine realistisch zu steuern und Abhängigkeiten sichtbar zu machen.
Die Prozesskette kommt insbesondere zum Einsatz bei: * der Modellentwicklung (PDM)
Eine Prozesskette beantwortet insbesondere folgende Fragen:
Welche Schritte sind erforderlich?
In welcher Reihenfolge oder Parallelität erfolgen diese?
Wer ist verantwortlich?
Bis wann müssen einzelne Schritte erledigt sein?
Die Prozesskette ist kein Produktionsarbeitsplan, sondern ein fachlicher Ablauf zur Protokollierung und Steuerung von Aufgaben.
Eine gültige Nummernserie für Prozessketten ist eingerichtet.
Die beteiligten Personen sind als Verkäufer/Einkäufer gepflegt.
Artikel, auf denen eine Prozesskette verwendet wird, haben den Artikeltyp „Eigenproduktion“.
Optional: Teams sind eingerichtet (empfohlen für Transparenz und Vertretungen).
Die Prozesskette besteht aus mehreren Ebenen:
Prozesskettenaufgaben → fachlicher Aufgabenpool (z. B. „Größensatz festlegen“, „Prototyp kommentieren“)
Prozesskettenvorlagen → strukturierte Abfolge von Aufgaben für einen bestimmten Anwendungsfall
Prozesskettenbelege → konkrete, aktive Prozesskette an einem Artikel oder einer Bestellung
Verantwortliche (Responsibilities):
Basieren auf der Standardtabelle Verkäufer/Einkäufer
Kennzeichnung als Prozessketten-Person
Aufgaben können direkt einer Person zugewiesen werden
Teams (optional):
Basieren auf der Standard-Teamstruktur
Nur Personen mit Prozessketten-Kennzeichen können zugeordnet werden
Ziel: Transparenz über offene Aufgaben im Team und Vertretungsmöglichkeiten
Eine Prozesskettenaufgabe beschreibt einen fachlichen Arbeitsschritt.
Inhalte einer Aufgabe
Code und Beschreibung
Verantwortliche Person
Zugeordnetes Team (indirekt über Person)
Dauer (Datumsformel, z. B. 7T, 2W)
Logik zur Datumsverschiebung bei Verzögerungen
Optional:
Vorgabewerte für Musterarten
Definition eines Datumsfeldes zur Aktualisierung in Belegen
Aufgaben stellen einen neutralen Aufgabenpool dar und sind noch nicht sequenziell.
Prozesskettenvorlagen definieren die fachliche Struktur und Reihenfolge der Aufgaben.
PDM – Verwendung am Artikel (Modellentwicklung)
Bestellung – Verwendung an Einkaufsbestellungen
Übernahme der Aufgaben aus dem Aufgabenpool
Anpassung von Dauer, Verantwortlichkeit und Optionen
Definition der Reihenfolge und Parallelität über „Nächste Aufgabe“
Seriell: Aufgaben werden strikt nacheinander abgearbeitet
Parallel: Aufgaben können gleichzeitig laufen und später zusammengeführt werden
Öffnen Sie die Modellkarte eines Artikels.
Stellen Sie sicher, dass der Artikeltyp Eigenproduktion ist.
Wählen Sie im Feld Prozesskette eine Vorlage aus.
Bestätigen Sie die Erstellung der Prozesskette.
Die Prozesskette wird automatisch angelegt und ist eindeutig dem Artikel zugeordnet.
Start- oder Enddatum
Vorwärtsrechnung: Startdatum bekannt → System berechnet Enddaten
Rückwärtsrechnung: Enddatum bekannt → System berechnet Startdaten
Basiskalender (optional hinterlegbar)
Berücksichtigt arbeitsfreie Tage (z. B. Wochenenden, Feiertage)
Datumsberechnung erfolgt ausschließlich in Tagen
Bestätigung von Aufgaben:
Anwender setzen ein Bestätigungsdatum
Aufgabe gilt damit als erledigt
Auswirkungen auf Folgeaufgaben - je nach Konfiguration:
Folgeaufgaben werden automatisch neu terminiert
Oder ursprüngliche Planung bleibt bestehen
So können Verzögerungen entweder weitergegeben oder bewusst abgefangen werden.
An Einkaufsbestellungen kann eine Prozesskette z. B. verwendet werden für:
Lieferantenaudits
Verzollung
Wareneingangsprozesse
Dabei können Datumsfelder der Bestellung manuell aus der Prozesskette aktualisiert werden (z. B. erwarteter Wareneingang).
Die Prozesskette stellt verschiedene Übersichten bereit, u. a.:
Offene Aufgaben
Überfällige Aufgaben
Aufgaben nach Person
Aufgaben nach Zeitraum
Aufgaben je Artikel oder Bestellung
Diese Auswertungen ermöglichen eine operative Steuerung ohne zusätzliche Listen oder Excel-Auswertungen.
Aufgaben möglichst fachlich klein und eindeutig halten
Dauer realistisch planen, nicht optimistisch
Teams nutzen, um Transparenz und Vertretungen zu ermöglichen
Prozesskettenvorlagen sauber pflegen – sie sind die Basis für alle zukünftigen Ketten
Prozessketten nicht löschen, sondern bei Bedarf neu initialisieren