Der Prozess beschreibt die Behandlung von Lieferdifferenzen und mögliche Reaktionen auf eine Unter- oder Überlieferung. Dieser Prozess ist ein Analyseprozess zu einem Zeitpunkt, zu dem Bestellung und Rechnung bereits abgeschlossen sind. Die Differenzen werden dabei aus der Vereinnahmung und dem Abschluss von Avisen gebildet. Teile, die avisiert sind und nicht vereinnahmt werden, gelten als Unterlieferung (negative Differenzen). Teile, die evtl. nicht avisiert oder mit geringerer Menge avisiert sind, gelten als Überlieferung. Überlieferungen werden der Buchung des Wareneingangs festgestellt. Unterlieferungen werden mit Abschluss des Avises festgehalten. Im folgenden Prozess werden diese Lieferdifferenzen ausgewertet und mit Folgeprozessen verknüpft. Der Zeitpunkt für die Auswertung der aufgelaufenen Lieferdifferenzen ist von Fall zu Fall unterschiedlich (z.B. monatlich, quartalsweise, halbjährlich oder jährlich). Die Differenzen lassen sich so beliebig je Lieferant/Rechnungssteller saldieren.
Die Bestände sind zum Zeitpunkt der Betrachtung von Lieferdifferenzen bereits mengenmäßig korrigiert. Wertseitig kann nun noch eine Belastungsanzeige ggü. dem Lieferanten/Rechnungssteller erfolgen.
HRD-0010 Lieferdifferenzen holen
Per Funktion werden die Lieferdifferenzen im System ermittelt. Eine Filterung nach Kreditor (Lieferant und/oder Rechnungssteller), Datum, Artikel und Bestellnr. ist dabei möglich.
Eingehende Prozesse:
HRD-0020 Lieferdifferenzen analysieren
Die Lieferdifferenzzeilen zeigen die jeweiligen Bestellzeilen mit zugehöriger Über-/Unterliefermenge inkl. Saldo an. Diese können nun analysiert werden.
HRD-0030 Aktionen definieren
Pro Lieferdifferenzenzeile kann der User Aktionen festlegen, bspw. 'Errichte Gutschrift' oder auch 'Abschließen' (Ignorieren beim nächsten DIF). Wird die Gutschrift später gebucht, wird der Betrag beim nächsten Zahllauf vom Zahlbetrag abgezogen. Wird die Gutschrift nicht gebucht, gilt sie als Hilfsmittel für die nächsten Vertragsverhandlungen. Abgeschlossene Lieferdifferenzzeilen werden bei erneutem Aufruf von 'Hole Lieferdifferenzen' ignoriert.
HRD-0040 Aktion ausführen
Die Aktionen aus dem vorherigen Schritt werden per Funktion im Menüband ausgeführt. Es entstehen neue Belege, bspw. EK-Gutschriften.
Ausgehender Prozess:
Die Instanz HRD-CCM beschreibt die Behandlung von Lieferdifferenzen aus schwimmenden Warensendungen, woraus EK-Gutschriften (s.g. Belastungsanzeigen) errichtet werden.
HRD-CCM-0010 Lieferdifferenzen holen
Per Funktion werden die Lieferdifferenzen im System ermittelt.
Eingehende Prozesse:
HRD-CCM-0020 Lieferdifferenzen analysieren
Die Lieferdifferenzzeilen zeigen die jeweiligen Bestellzeilen mit zugehöriger Über-/Unterliefermenge inkl. Saldo an. Diese können nun analysiert werden.
HRD-CCM-0030 Aktionen definieren Pro Lieferdifferenzenzeile kann der User die Aktion 'Errichte Gutschrift' in der entsprechenden Spalte anhaken.
HRD-CCM-0040 Aktion ausführen
Die Funktion "Gutschrift errichten" wird ausgeführt. Es entsteht eine Belastungsanzeige, die entweder gebucht wird, wodurch diese verrechnet wird. Wird sie nicht gebucht, gilt sie als Hilfsmittel für die nächsten Vertragsverhandlungen.
Ausgehender Prozess:
Die Instanz HRD-FIN beschreibt die Behandlung von Lieferdifferenzen, welche abgeschlossen sind und nicht weiterverfolgt werden. Eine Belastung ggü. dem Lieferanten findet nicht statt.
HRD-FIN-0010 Lieferdifferenzen holen
Per Funktion werden die Lieferdifferenzen im System ermittelt.
Eingehende Prozesse:
HRD-FIN-0020 Lieferdifferenzen analysieren
Die Lieferdifferenzzeilen zeigen die jeweiligen Bestellzeilen mit zugehöriger Über-/Unterliefermenge inkl. Saldo an. Diese können nun unter Hilfenahme der Filter bzw. der Suche analysiert werden.
HRD-FIN-0030 Aktionen definieren
Pro Lieferdifferenzenzeile kann der User die Aktion 'Abschließen' anhaken. Abgeschlossene Lieferdifferenzzeilen werden dann bei erneutem Aufruf von 'Hole Lieferdifferenzen' ignoriert.
HRD-FIN-0040 Aktion ausführen
Die Funktion 'Abschließen' wird ausgeführt.