Der Warensteuerungsprozess der Umschichtung beschreibt die geplante Umverteilung der Bestände. Die Umschichtung der Bestände erfolgt dabei zwischen den Filialen/Flächen. Dabei werden die Filialen hinsichtlich ihrer Abverkaufskennzahlen analysiert und in potentielle Abgabe- und Empfangsfilialen eingeteilt. Filialen, deren Abverkauf nicht der Planung entspricht bzw. sich als schlecht erweist, geben ihre Bestände an besser verkaufende Filialen ab. Die Umsetzung dieses Prozesses erfolgt sowohl automatisiert, als auch manuell. Im Ergebnis erhalten die Filialen/Flächen auf Basis des erzeugten Umschichtungsvorschlags s.g. Scananforderungen, die zu erfüllen und systemisch zu bestätigen sind.
REI-0010 Umschichtung errichten
Die Umschichtung wird im System errichtet. Je Umschichtungsvorgang wird ein neuer Beleg errichtet. Vorgabewerte werden bei Anlage aus einer zentralen Einrichtung übernommen.
REI-0020 Umschichtung bearbeiten
Die zentralseitige Bearbeitung der Umschichtung erfolgt in mehreren Schritten. Begonnen wird mit der Definition der Umschichtungsparameter (z.B. für abgebende Filialen: AVQ kleiner als bzw. für empfangende Filialen: AVQ größer als, Wareneingang vor Datum, Start-/Endedatum für Berechnung AVQ) Anschließen werden die Artikel-Farb-Kombinationen definiert, für welche eine Umschichtung vorgenommen werden soll. Dies kann manuell, aber auch über eine Hole-Funktion mit Filtern erfolgen. Als nächstes werden die abgebenden und empfangenden Lagerorte geholt oder auch manuell definiert. Grundsätzlich kann jeder Lagerort sowohl abgebend, als auch empfangend sein. Dies hängt von der individuellen AVQ auf der Artikel-Farb-Ebene ab. Bei Verzicht auf die Angabe einer AVQ können die Waren auch gezielt auf einzelne Filialen (z.B. Outlets oder Schnäppchenshops) konzentriert werden. In der weiteren Bearbeitung werden die abzugebenden Bestände und der auf den angegebenen Parametern mögliche Empfang (Umschichtungsvorschlag) ermittelt. Die Vorschläge können in den Zwischenschritten bearbeitet und ggf. noch manuell angepasst werden (z.B. Aufteilung von größeren Umverteilungen oder Tausch der Empfangsfilialen).
REI-0030 Umschichtung freigeben
Die erzeugten bzw. bearbeiteten Umschichtungsvorschläge werden durch den Bearbeiter in der Zentrale akzeptiert und durch Freigabe zum Scannen für die Filialen zur Bearbeitung übergeben. Es entstehen s.g. Scananforderungen, welche durch die Filialen individuell zu bearbeiten sind. Je Kombination aus Abgabe- und Empfangsfiliale entsteht eine Scananforderung. Je Scananforderung können mit Bezug auf den jeweiligen Umschichtungsbeleg mehrere Artikel enthalten sein.
Ausgehende Prozesse:
REI-0040 Status überwachen
Während der Bearbeitung der Umschichtungsanweisungen in den Filialen wird der Status des Umschichtungsvorgangs überwacht. Die Filialen protokollieren durch die Bearbeitung, ob die Anforderung gedruckt, das Scannen begonnen bzw. das Scannen (die Bearbeitung) beendet wurde. Der Gesamtfortschritt kann in den statistischen Informationen und den Scananforderungen des Umschichtungsbelegs nachverfolgt werden.
Eingehende Prozesse:
REI-0050 Umschichtung abschließen
Nach Abschluss der Filialtätigkeiten wird die Umschichtung auch systemisch abgeschlossen und der Umschichtungsvorgang damit beendet.
Siehe Metaprozess